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Festliches Abendessen im Krönungssaal

Am Montag, den 26. März 2007 findet im Krönungssaal des Aachener Rathauses ein festliches Abendessen statt.

 

Das Aachener Rathaus

Foto: Stadt Aachen

Auf den Grundmauern der Palastaula der karolingischen Kaiserpfalz wurde im 14. Jahrhundert von der Aachener Bürgerschaft das gotische Rathaus erbaut. Nur der Granusturm zeugt von der ursprünglichen Bebauung aus der Zeit Karls des Großen.

 

Im ersten Stockwerk befindet sich der Krönungsfestsaal. Fünf Fresken des Aachener Künstlers Alfred Rethel schmücken die Wände, sie zeigen legendäre Szenen aus dem Leben Karls des Großen. Weiterhin sind Kopien der Reichskleinodien (Reichsapfel, Reichskrone, Schwerter) und des Reichsevangeliars, einer Handschrift aus der Schule Karls des Großen, zu sehen.

 

Im Erdgeschoss zeugen reich ausgestattete Räume vom Glanz der freien Reichsstadt im 17. und 18. Jahrhundert, als das Rathaus zum barocken Stadtschloss umgebaut wurde.

 

Der Krönungssaal  

Der Krönungssaal, eigentlich Reichssaal, diente den frisch gekrönten Häuptern als Ort des Krönungsfestmahls. Noch heute versammeln sich hier alljährlich zur Verleihung des Karlspreises zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Foto: Rathausverein Aachen e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Rathausverein Aachen e.V.

Der Raum nimmt das gesamte Obergeschoss ein und öffnet sich zum Markt hin mit 15 Fenstern. Gewölbe und breite Pfeiler strukturieren ihn. Die Gewölbemalereien entstanden 1978. Die Fenster stammen von Ewald Mataré, der in den sechziger Jahren auch verschiedene Türen des Rathauses herstellte.

 

 

Karlsfresken des 19. Jhs.
Von der ursprünglichen Bemalung des Saales um 1330 ist nichts bekannt. Sie wurde durch barocke Einbauten zerstört. Bei den Wiederherstellungsarbeiten im 19. Jahrhundert wurde dem Saal eine neue Bemalung gegeben. Der Aachener Maler Alfred Rethel und sein Schüler Josef Kehren führten in Freskotechnik um die Mitte des 19. Jahrhunderts acht Wandbilder aus. Es handelt sich um Szenen aus der Geschichte Karls des Großen und gleichzeitig um die größten Historienbilder der Romantik. Von ehemals acht Karlsfresken konnten nach dem Krieg fünf gerettet werden.

 

"Otto III. in der Gruft Karls des Großen"

Der junge Herrscher öffnete im Jahre 1000 die Gruft des Kaisers im Dom zu Aachen. Nach der Novaleser Chronik fand er den Kaiser auf einem Thron sitzend und mit den Insignien bekleidet. Dies ist eine Legende. Mit größter Wahrscheinlichkeit wurde Karl in einem antiken Marmorsarkophag (Proserpinasarkophag, heute in der Domschatzkammer) in einem Erdgrab bestattet.

 

"Sturz der Irminsul"

Karl ließ bei den Sachsenkriegen das Götterheiligtum der Sachsen im Jahre 772 niederreißen, mit dem der Sieg des Christentums über die heidnische Götterwelt versinnbildlicht wird.

 

"Schlacht bei Cordova gegen die Sarazenen"

Karl stürmt auf einem schweren Streitross gegen seine Feinde. Die Schlacht fand im Jahre 778 statt.

 

"Einzug Karls in Pavia"

Nach sechsmonatiger Belagerung gelang es Karl im Jahre 774, die Hauptstadt der Langobarden einzunehmen. Damit befreite er den Papst von der Bedrohung des Langobardenkönigs Desiderius (rechts im Bild mit gebundenen Händen, daneben dessen Tochter Desiderata). Karl, in der Linken die geheiligte Krone von Monza tragend, begründet hier die Herrschaft der deutschen Kaiser in Italien.

 

"Die Krönung Ludwigs des Frommen"

Im Jahre 813 wird der Sohn Karls in der Aachener Pfalzkapelle zum Mitkaiser erhoben. Der jugendliche Ludwig setzt sich selbst die Krone aufs Haupt.

 

Die Fresken "Die Taufe Widukinds", "Die Kaiserkrönung Karls in Rom" und "Der Bau der Pfalzkapelle" gingen 1944 verloren.